Balintgruppe

Was ist eine Balintgruppe?

In einer Gruppe von etwa vier bis zehn Teilnehmer/innen wird jeweils ein “Fall” aus dem Berufsalltag der Gruppenmitglieder vorgestellt: Nach einer ersten Phase, in der ein Mitglied der Balintgruppe z.B. von einem Schüler erzählt hat, reagiert die Runde zunächst einfach auf das Gehörte. Dann werden im Gespräch Übertragungs- und Gegenübertragungsprozesse deutlicher und helfen, den Schüler und die Situation besser zu verstehen. Alle Mitglieder der Supervisionsgruppe sind Profis in ihrem Beruf, den sie gelernt haben und täglich ausüben. Lehrer/innen haben aber bisher wenige Möglichkeiten, eine Praxisbegleitung in Anspruch zu nehmen, wie in anderen sozialen Berufen üblich. Die Lehrer-Balintgruppe will diese Lücke schließen. Sie bietet in einem geschützten Raum das Nachdenken über die Beziehungsarbeit in der Schule an, bezieht unbewusste Aspekte des Handelns mit ein und eröffnet dadurch neue, jeweils eigene Handlungsmöglichkeiten.

Woher kommt der Name “Balintgruppe”?

Michael und Enid Balint haben in den fünfziger Jahren in der Tavistockklinik in London mit Fallbesprechungen begonnen (zunächst mit Ärzten) und dieser Form der Supervision ihren Namen gegeben.